Mein Charakter Lucrezia Anguissola - Die Theorie

Der Charakter


Der Charakter ist an seinem Namenspatron auch orientiert, ich gebe es zu. Lucrezia und die Borgias haben mich irgendwie schon immer etwas fasziniert und der Vorname gefällt mir so gut, dass ich nicht davon abrücken konnte. Man möge mir verzeihen, aber ich habe es zumindest versucht!

Die beiden anderen Namen haben mich im Museum, wo ich im Sommer gearbeitet habe, gefangen: Soffonisba Anguissola - eine Malerin des mMn besten Bildes dort. Also heißt sie somit Lucrezia Soffonisba Anguissola. Der Charakter ist im Duo bis Quartett geplant, als Verwandte von Mimins Giacomo und einem weiteren Bekannten als Art Michelotto, dazu als wichtigster Part Gundburcs Graziella Caligaro. Der Hintergrund ist noch nicht genau herausgearbeitet, aber ob jetzt verwandt oder durch Geld oder böse Geheimnisse verbunden ist hier nebensächlich. Wahrscheinlich letzteres ;)

Wichtiger ihr Wesen: ehrgeizig, selbstbewusst bis egozentrisch, rücksichtslos, was ihren Weg betrifft, wankelmütig, Giftmörderin (außer Unfreiwillige auf Cons versteht sich), risikofreudig, adelig oder geldadelig, bisexuell, kann aber bei Freundschaft und guter Laune auch sehr freigiebig und heilend unterwegs sein.

Aber von Anfang an:
Als jüngste Tochter und sechstes von sieben Kindern wurde ihr nie viel Aufmerksamkeit von der Familie geschenkt, wurde doch einzig nur erwartet, dass sie einmal gut verheiratet werden kann. Mit den Formen des höfischen Umgangs, aber durch ihre Gene auch mit einem sturen Kopf und eigenem Willen ausgestattet, verbrachte sie ihre freie Zeit schon früh außerhalb der Palastmauern. In der Unterstadt lernte sie das wahre Leben der Bürger und Betrüger kennen, außerhalb der Stadtmauern die Freiheit. So verwundert es wenig, dass sie sich auch gegen die Heiratspläne ihrer Eltern durchgesetzt hat. Den ersten Ehemann, mit dem sie genauso viel Beziehung hatte wie zur Hausratte, wurde sie endlich - angeblich mit Gift, wer weiß ;) - los, er starb plötzlich nach kurzer Krankheit im besten Alter. Da jedoch schon der nächste in den Plänen der Familie vor der Tür stand, beschloss Lucrezia, sich das nicht bieten zu lassen. Also verließ sie unbeobachtet das Haus. Mit ihr nahm sie das erstbeste Schwert, dass sie finden konnte, ein Beutestück (oder so) ihres Vaters, und einen alten Harnisch, von dem sie wusste, dass keiner sie vermissen würde.

Lucrezias Interesse an Heilkräutern und Medizin soll jedoch auch eine blutige Spur hinter sich ziehen. So mancher, der sich ihr in den Weg stellt, bekommt im Zweifelsfall des Nächtens ein Gift in seine Medizin oder wird nach einem Tete-a-tete tot aufgefunden. Daher war ihre Familie gar nicht so abgeneigt gegenüber ihrem Weggang aus Merowing. Ihrem Ruf würde es nur besser tun, sie glauben sie jedoch in sicherer Gesellschaft und Umgebung.

Lucrezias Medizin kann jedoch auch heilen. Steht man in ihrer Gunst, versorgt sie gerne die Armen und Kranken mit Heil- und finanziellen Mitteln. Ihre Freundschaft ist tatkräftig, aber wankelmütig.

Was hat es mit bisexuell auf sich?! Wir haben mit unseren Huren festgestellt, dass ein bisschen Sexappeal unter allen prüden, modernen Frauenrollen ganz gut tut. Gundburc und ich können durch unsere Freundschaft auch gewisse Grenzen überschreiten, was wir sicher nicht mit jeder tun, ohne Lesben zu sein oÄ. Wir sind mit unserem Konzept auf großes Interesse gestoßen. Vor langem gab es bei uns eine Diskussion über Homosexualität IT, ein scheinbar unterschwellig präsentes Thema. Viele finden es "heiß", was mich persönlich nicht stört, weil ich es in dem Fall absichtlich provoziere. Ich werde mich damit jedoch ganz sicher niemandem aufdrängen. Wenn ein anderer weiblicher Char nicht bereit ist, mitzuspielen, flirte ich nicht weiter. Für männliche gilt natürlich dasselbe. Außerdem versuchen wir, die Grenze zwischen "Knistern" und "Kampflesbe" definitiv nie zu überschreiten. Aber ja, ich provoziere manchmal gern zum Nachdenken auch^^ Wer mich kennt, weiß, dass ich kein Fan von kämpfenden Menschencharakteren bin, die als Frau Männerhandwerk ausüben. Ich glaube, mit diesem Charakter, der zwar grundsätzlich kämpfen wird, aber nicht mehr kann als ich OT^^, will ich versuchen, meine (gespielte^^) Voll-Weiblichkeit als Waffe einzusetzen plus der Gefahr mit den Giften.

Diese sollen bedrohlich sein, aber nicht charakter- oder wirklich spielverderbend. Ich stelle mir vor, Bauchweh, Impotenz bis zum Gegenmittel, Stummheit oder vielleicht auch eine witzige/peinliche Stimme und solche Dinge zu "verabreichen", immer mit der Wahl, wie der Charakter das genau ausspielen will. Aber gut, genug der Theorie. Darstellen möchte ich es mit Gewürzen: Knoblauchpulver, Salz, Lavendel, evtl. Hagebuttenschalen uÄ..


Die Gewandung


Getreu dem Vorbild wird die italienische (Früh-)Renaissance bedient. Das Hintergrundland ist ebenso angelegt (nicht von mir!). Englisches hätte ich ja genug, da bestünde nicht die Notwendigkeit, Dinge zu machen :P


Erste Herangehensweisen:

Vom Kleidungsstil her bekommt sie ein schönes Kleid für festlichere Anlässe im italienischen Stil a la Serien-Lucrezia, aber so kann man natürlich nicht kämpfen und rumlaufen. Für "zivil" wird sie daher etwas männlicher herumlaufen. Ich habe mich in der Galerie in ein Obergewand aus Brokat verliebt, kurzärmlig, scheinbar steif gefüttert, gesteppt oÄ., bis zur Mitte der Oberschenkel reichend, eng angliegend und vorne geschnürt, datiert um 1411. Aber who cares? Toll siehts aus!

Dazu Hemd, wohl enge Hosen und meine schwarzen Renaissancestiefel.

Und mein Lieblingsbild aus der Galerie für die Frisur, wenn ich es hinbekomme (das zweite ist ein echter Cranach!).



Dazu kommt dann noch ein Mantel, den ich seit Ewigkeiten unbedingt machen will: dieser hier


Bezüglich der Farbgebung bin ich mir noch unsicher. Ich möchte eher keine richtig knalligen, sondern eher gedecktere oder hellere Farben verwenden, aber mich nicht auf eine bestimmte Farbe festlegen. Am liebsten wäre mir, möglichst viel Stoff zu verbrauchen von daheim und wenig neu kaufen zu müssen ;)

Die Designskizzen:

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